Mit Andreas „Andi“ Bösl bekommt der SSV Dornbirn Schoren in dieser Saison Verstärkung auf gleich zwei Ebenen. Als neuer Trainer übernimmt er die U18, zudem unterstützt er Sabine Kainrath künftig in der sportlichen Leitung des Vereins.
Seit einigen Wochen steht Andi bereits mit seiner neuen Mannschaft in der Halle. Die Vorbereitung auf die kommende Saison läuft auf Hochtouren und die ersten gemeinsamen Spiele liegen ebenfalls hinter dem Team. Dabei geht es für den neuen U18-Trainer um weit mehr als kurzfristige Ergebnisse. Er möchte die jungen Spielerinnen weiterentwickeln, sie Schritt für Schritt an den Erwachsenenhandball heranführen und möglichst vielen von ihnen den Weg in die erste Mannschaft ebnen. Gleichzeitig bringt sich Andi künftig auch abseits der Seitenlinie verstärkt in die sportliche Entwicklung des SSV ein. Gemeinsam mit der sportlichen Leiterin Sabine Kainrath und dem Trainerteam möchte er unter anderem an einer durchgängigen sportlichen Linie vom Nachwuchs bis zu den Damen arbeiten.
Im Small Talk spricht Andi über seine neue Aufgabe, die ersten Eindrücke von der U18 und darüber, was ihm bei der Entwicklung junger Spielerinnen besonders wichtig ist.
Andi, du hast die U18 des SSV Dornbirn Schoren übernommen. Was hat dich an dieser Aufgabe besonders gereizt?
Mich reizt besonders, junge Spielerinnen auf ihrem sportlichen Weg begleiten und ihnen eine Perspektive für den Erwachsenenbereich geben zu dürfen. Mein großes Ziel ist es, möglichst viele Spielerinnen aus der U18 langfristig in die Damen 1 zu führen. Dafür möchte ich ihnen die notwendigen Voraussetzungen geben, um sich sportlich und persönlich weiterzuentwickeln. Ich sehe in der Mannschaft viel Potenzial und freue mich darauf, gemeinsam die nächsten Schritte zu gehen.
Ihr steckt bereits mitten in der Vorbereitung. Welche Schwerpunkte setzt du im Training?
Ein wichtiger Punkt sind für mich Spiel- und Trainingsdisziplin. Die Spielerinnen sollen konzentriert und mit hoher Bereitschaft arbeiten und Verantwortung für ihre eigene Entwicklung übernehmen. Sportlich stehen die technischen Grundlagen und die Spielfähigkeit im Mittelpunkt. Es geht nicht nur darum, technische Fertigkeiten zu verbessern. Die Spielerinnen sollen Spielsituationen lesen, selbstständig Entscheidungen treffen und diese auch unter Druck umsetzen können. Damit wollen wir eine gute Basis für die Saison schaffen.
Du arbeitest nun schon einige Wochen mit der Mannschaft. Was ist dir besonders positiv aufgefallen?
Ganz klar der große Einsatz, der Wille und der Teamgeist. Auch individuell bringen die Spielerinnen gute Voraussetzungen und interessante Ansätze mit. Wir haben gleichzeitig eine sehr heterogene Mannschaft – sowohl bei den Charakteren als auch bei den spielerischen Fähigkeiten. Das sehe ich als Chance. Unsere Aufgabe wird es sein, die unterschiedlichen Stärken zusammenzuführen und als Team weiter zusammenzuwachsen. Entwicklungspotenzial sehe ich vor allem beim Spielverständnis und darin, die individuellen Fähigkeiten noch konstanter in unser Mannschaftsspiel einzubringen. Für viele Spielerinnen ist die erste Mannschaft das große Ziel.
Wie möchtest du sie auf diesen Schritt vorbereiten?
Wir wollen sie Schritt für Schritt an die Anforderungen des Erwachsenenhandballs heranführen. Dazu gehören neben den technischen und spielerischen Fähigkeiten das höhere Tempo, die größere Intensität und die zunehmende Körperlichkeit. Ein wichtiger Baustein ist deshalb die enge Verzahnung zwischen U18 und Damen. Durch gemeinsame Trainingsmöglichkeiten und Einsätze können unsere jungen Spielerinnen frühzeitig Erfahrungen sammeln. Unser Anspruch ist, möglichst vielen diese Chance zu ermöglichen und sie so vorzubereiten, dass sie den Sprung zu den Damen schaffen und sich dort langfristig etablieren können.
Neben deiner Arbeit mit der U18 unterstützt du Sabine Kainrath künftig auch in der sportlichen Leitung. Wo möchtest du dich dort einbringen?
Ich freue mich darauf, Sabine zu unterstützen und gleichzeitig von ihrer Erfahrung zu lernen. Für mich ist es spannend, die Abläufe und Anforderungen der sportlichen Leitung kennenzulernen und mich Schritt für Schritt einzubringen. Ein Schwerpunkt wird die Erstellung eines gemeinsamen Trainingskonzepts mit klaren sportlichen Schwerpunkten sein. Dabei ist mir die enge Zusammenarbeit mit unseren Trainerinnen und Trainern besonders wichtig. Wir wollen eine gemeinsame Linie entwickeln und gleichzeitig die individuellen Bedürfnisse der Mannschaften berücksichtigen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Sabine und dem gesamten Trainerteam an der sportlichen Weiterentwicklung des SSV zu arbeiten.
Zum Abschluss: Was wünschst du dir für deine erste Saison beim SSV?
Ich wünsche mir, dass wir als Mannschaft mit viel Einsatz, Disziplin und vor allem Freude am Handball auftreten und jede Spielerin ihre Möglichkeiten ausschöpfen kann. Mein persönliches Ziel ist es, möglichst viele Spielerinnen auf den nächsten Schritt zu den Damen vorzubereiten und ihnen zu zeigen, dass sie diesen Weg schaffen können. Gleichzeitig möchte ich dazu beitragen, dass Nachwuchs und Damenbereich noch enger zusammenrücken. Ich freue mich auf die Saison, die Zusammenarbeit mit dem gesamten Trainerteam und vor allem darauf, die Entwicklung unserer Spielerinnen mitzuerleben.











